Artikel #001: Die erste Panikattacke – Wie du sie erkennst und was du tun solltest!

Plötzlich schlägt dein Herz schneller, du bekommst schlecht Luft, dir wird schwindelig – und dann setzt die Angst ein. Dein Körper fühlt sich außer Kontrolle an, und vielleicht denkst du sogar: „Ich bekomme einen Herzinfarkt! Ich muss sofort ins Krankenhaus!“

Für viele Menschen ist die erste Panikattacke eine der beängstigendsten Erfahrungen ihres Lebens. Die Symptome sind so intensiv, dass sie oft mit ernsthaften körperlichen Erkrankungen verwechselt werden. Doch wie kannst du erkennen, ob es sich wirklich um eine Panikattacke handelt? Und welche medizinischen Untersuchungen solltest du machen, um sicherzugehen, dass nichts Körperliches dahintersteckt?

In diesem Artikel erfährst du, woran du eine Panikattacke erkennst und welche ersten Schritte du unternehmen solltest.

Wie fühlt sich eine Panikattacke an?

Jeder erlebt eine Panikattacke anders, aber es gibt typische Symptome, die viele Betroffene gemeinsam haben. Die Attacke kommt oft plötzlich und scheinbar ohne Vorwarnung. Typische Anzeichen sind:

Herzrasen oder starkes Herzklopfen – Es kann sich anfühlen, als würde dein Herz „aus der Brust springen“.
Atemnot oder das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen – Viele Betroffene denken, dass sie ersticken könnten.
Schwindel oder Benommenheit – Oft begleitet von einem Gefühl der Unsicherheit oder Desorientierung.
Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen – Durch eine veränderte Atmung kann es zu Durchblutungsstörungen kommen.
Starke innere Unruhe oder das Gefühl, „flüchten“ zu müssen – Dein Körper will aus der vermeintlichen Gefahrensituation entkommen.
Das Gefühl, „nicht wirklich da zu sein“ (Derealisation) – Viele Menschen fühlen sich wie in einem Traum oder als wären sie von der Realität getrennt.
Angst, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben – Ein überwältigendes Gefühl der Hilflosigkeit und Angst vor dem Schlimmsten.

Diese Symptome klingen oft nach einer ernsthaften Erkrankung – und genau das macht die erste Panikattacke so erschreckend.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Da die Symptome einer Panikattacke auch bei anderen medizinischen Notfällen auftreten können, ist es wichtig, bei der ersten Attacke eine ärztliche Abklärung vorzunehmen. Besonders dann, wenn du solche Symptome noch nie erlebt hast.

👉 Lass dich ärztlich untersuchen, um folgende körperliche Ursachen auszuschließen:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen)
Lungenprobleme (z. B. Asthma, Hyperventilation)
Neurologische Erkrankungen (z. B. Migräne, Epilepsie)
Hormonelle Störungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion)

Ein Arztbesuch kann dir die Sicherheit geben, dass deine Symptome nicht auf eine ernsthafte körperliche Erkrankung zurückzuführen sind.

Welche Untersuchungen sind sinnvoll?

Wenn du wegen einer möglichen Panikattacke zum Arzt gehst, können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

🩺 EKG (Elektrokardiogramm): Um Herzprobleme auszuschließen.
🩸 Blutuntersuchung: Um z. B. Schilddrüsenwerte oder Elektrolyte zu überprüfen.
🫁 Lungenfunktionstest: Falls Atemprobleme bestehen, um Asthma oder andere Erkrankungen auszuschließen.
🔬 Neurologische Tests: Falls neurologische Symptome auftreten, kann eine weiterführende Diagnostik nötig sein.

Oft ergibt sich bei diesen Untersuchungen kein auffälliger Befund – das kann zunächst frustrierend sein, aber es ist ein gutes Zeichen! Es bedeutet, dass dein Körper gesund ist und dass es sich tatsächlich „nur“ um eine Panikattacke handelt.

Was tun, wenn es wirklich eine Panikattacke ist?

Wenn dein Arzt körperliche Ursachen ausgeschlossen hat, liegt der nächste Schritt darin, zu lernen, mit Panikattacken umzugehen. Hier sind einige erste Maßnahmen, die dir helfen können:

🔹 Informiere dich über Panikattacken. Je besser du verstehst, was mit deinem Körper passiert, desto weniger Angst wirst du davor haben.
🔹 Atemtechniken anwenden. Die 4-7-8-Technik (4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden halten, 8 Sekunden ausatmen) hilft, dein Nervensystem zu beruhigen.
🔹 Nicht gegen die Panik ankämpfen. Lass die Symptome zu – sie sind unangenehm, aber nicht gefährlich. Je mehr du sie akzeptierst, desto schneller werden sie vergehen.
🔹 Langfristige Strategien entwickeln. Falls Panikattacken häufiger auftreten, kann Coaching oder Therapie helfen, die Ursachen zu verstehen und gezielt daran zu arbeiten.

Fazit

Die erste Panikattacke ist eine beängstigende Erfahrung – doch sie bedeutet nicht, dass du krank bist. Die Symptome sind unangenehm, aber harmlos. Trotzdem ist es wichtig, bei der ersten Attacke eine medizinische Abklärung vorzunehmen, um sicherzugehen, dass keine körperliche Ursache dahintersteckt.

Wenn dein Arzt grünes Licht gibt und keine organische Erkrankung vorliegt, kannst du dich darauf konzentrieren, mit Panikattacken besser umzugehen. Du bist nicht allein – es gibt viele bewährte Methoden, um Panikattacken zu bewältigen und langfristig angstfrei zu leben!

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Artikel #002: Was ist Panik und wie entsteht eine Panikattacke?